Wir unterstützen dich auf dem Weg zu mehr grüner Nachhaltigkeit

Jeder kann seinen individuellen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten.

Trete in Dialog mit Deinem Versorger und stell ihm Fragen.

Die Fragen mögen gemein klingen, sind aber die Fragen eines aufgeklärten Kunden. Man darf sie seinem Versorger stellen, auch wenn er nicht direkt eine Antwort hat. Er sollte sich aber um Antworten bemühen, nur so kann der Impuls zur Verbesserung gegeben werden. Spätestens bei der nächsten Vertragsverhandlung sollte man die Fragen vorab adressieren und nur noch bei befriedigenden Antworten abschließen.

Gleiches gilt für den Betreiber  meiner Cloud oder Server. Traut euch die Qualitäten der „Grünstellung“ zu hinterfragen und tragt somit indirekt zum Ausbau erneuerbarer Energien bei.

Alternativ könnt Ihr auch anbieten, die Grünstromeigenschaft selber zu beschaffen und Eurem Versorger zur Entwertung zu übertragen. Auch hier unterstützen wir Euch gerne!

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Wann hat Grünstrom IMPACT?

Eine Maßnahme zum Klimaschutz liegt in der genauen Betrachtung seines Konsums. Was kann ich wie beeinflussen? Mit rund 401kg CO2/MWh (UBA Nr.15/2020) trägt Strom einen maßgeblichen Teil zum Ausstoß von Treibhausgasen bei.  Neben der Maßgabe die Vermeidung ist die Auswahl der richtigen Grünstroms das Instrument des Konsumenten.  Grundsätzlich stellt der zum Strom gehörende Herkunftsnachweise (GoOs) sehr viele Informationen für diese Form der Achtsamkeit. Leider ist der heutige Herkunftsnachweis nicht immer dafür geeignet den Verbraucherwillen zu erfüllen. Fehlende Transparenz und Produktdifferenzierung erzeugen einen „grünen Brei“, der nur bedingt das Ziel „Klimaschutz durch Energiewende“ erfüllt.

Die Nachfrage nach Grünstrom steigt seit Jahren, da die Verbraucher so den Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützen wollen. Allerdings mangelt es derzeit häufig an Angebot von transparenten und glaubwürdigen Produkten, die diesen Beitrag tatsächlich leisten. Um zu verstehen, warum dem so ist und was man hier unternehmen kann muss man verstehen, wie Ökostrom entsteht.

Wie kommt der Ökostrom in die Steckdose?

Der Handel von Grünstrom ist per se ein physikalisches Unding. Man stelle sich vor, Sie kaufen reinstes Bergquell-Wasser. Der Produzent, der dieses Wasser direkt in den Alpen aus einer besonders geschützten Quelle entnimmt, liefert Ihnen dieses Wasser durch die normalen Trinkwasserleitungen nach Hamburg in Ihre Wohnung. Kommt jetzt Bergquellwasser aus Ihrem Wasserhahn?

Das Beispiel zeigt die Schwierigkeit, ein gleichförmiges Produkt zu differenzieren. Dies gilt nicht nur für Wasser, sondern auch für Strom. Grundsätzlich sucht sich Strom den kürzesten Weg von Erzeugung zu Verbrauch. Das bedeutet, dass ökologisch erzeugter Strom beispielsweise aus einem Wasserkraftwerk in den Alpen nicht physisch bei uns zuhause ankommen kann. Alle Stromerzeuger speisen die von ihnen produzierte Elektrizität in ein gemeinsames Versorgungsnetz ein. Einmal in diesem großen „Stromsee“ angekommen, vermischt sich der Ökostrom zwangsläufig mit anderem Strom aus onventionellen Quellen, beispielsweise Kohle- oder Atomstrom. Strom fließt in einem Wechselstromnetz nahezu gleichzeitig an allen Stellen im Netz – das macht eine physikalische Zuordnung bestimmter Ströme unmöglich.

Die Metapher des Stromsees

Um dieses Dilemma zu lösen, wurde beim Stromhandel ein buchhalterischer Ansatz gewählt und es erfolgen zwei separate und unabhängige Geschäfte für eine Megawattstunde (MWh): Zum einen der Handel der physischen Elektrizität sowie zum anderem der Handel mit Herkunftsnachweisen (HKN). Das zweite Handelsobjekt, der sogenannte Herkunftsnachweis, ist ein Nachweis über die Erzeugungsherkunft des Stroms und belegt, dass ein bestimmter Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammt und somit eine „Grünstromeigenschaft“ besitzt. Herkunftsnachweise dienen also der Kennzeichnung des Stroms und helfen dabei, nachzuvollziehen aus welcher Quelle der Strom stammt.

Typische Handelskette HKN mit Dienstleister

Trennung in physische Strommenge und Grünstrom

Für den Handel der physischen Strommenge hat sich ein Handelssystem auf 15-Minuten-Basis für eingespeiste, ausgespeiste und gehandelte Energiemengen durchgesetzt. Seit über 20 Jahren ist dies erfolgreiche Praxis. Die physikalische Komplexität der Stromlieferung wurde dafür so weit vereinfacht, dass ein liquider Stromhandel mit einem aussagekräftigen Strompreis zustande kommt.

Für die „Stromeigenschaft“ wurde das Prinzip noch weiter vereinfacht. Die Stromeigenschaft, also die Quelle des Stroms, führt den energetischen Verbrauch auf einen gewünschten Erzeugungsform-Primärenergieträger zurück. Der Nachweis über die Erzeugungsanlage des Stroms hängt deklaratorisch am Herkunftsnachweis (HKN), international auch Guarantee of Origin (GoO) genannt. Häufigstes Produkt der Vertriebsseite ist dabei das „regenerative“ HKN als Grünstrom. Für Ökostrom sind Energieversorger gesetzlich verpflichtend 100% der gelieferten Strommenge mit Herkunftsnachweise zu unterlegen.

Das Bewusstsein für Klimaschutz wächst stetig: Verbraucher wollen herausfinden, was hinter den Produkten steckt und bedenken die ökologischen Auswirkungen ihres Konsums. Das gilt auch für Strom: Die Nachfrage nach Grünstrom wächst, denn so wollen die Verbraucher den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Energiewende unterstützen.

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach ökologisch erzeugtem Strom. Bedient wird dieser im Wesentlichen durch herkunftsnachweise aus Skandinavien und der Alpenregion. Diese Regionen verfügen über hohen Kapazitäten an großen, alten Wasserkraftwerken, die den Standard setzen. Beide Regionen bieten sich aus mehreren Gründen besonders an: Die GoOs sind in großen Mengen verfügbar, kostengünstig und konkurrieren nicht mit Nachfrage aus lokalen Märkten, da hier ein Bewusstwein für die Herkunft des Stroms vorhanden ist. 90,4 % aller 2018 in Deutschland entwerteten HKNs aus Wasserkraft stammen aus diesen beiden Regionen.

Netto Exporte von EE-HKN in ausgewählten Ländern in TWh, 2017

Der HKN als Wegbereiter der subventionsfreien Energiewende

Für den Neubau von rund 560 Megawatt an förderfreien Solarkraftwerken in Deutschland wurden bis September 2020 langfristige Stromlieferverträge abgeschlossen. Die HKNs spielen dabei bisher eine untergeordnete Rolle, obwohl sie das Potenzial haben, den Stromverkauf aus diesen Anlagen qualitativ aufzuwerten und die Finanzierung zu vereinfachen.  HKNs könnten Investitionen einen richtigen Schub geben.

Ein transparenter, barrierefreier Handel mit hochwertigen HKNs hat das Potential, mittelfristig die Finanzierungsstruktur von jungen oder noch nicht gebauten, aber in Planung befindlichen erneuerbaren Anlagen, zu verbessern.

Was zeichnet Grünstrom aus?

Für die erforderliche Stromkennzeichnung als Ökostrom ist es momentan ausreichend, einen beliebige HKN aus europäischer Grünstromerzeugung vorzulegen. Solange es nicht um spezielle Eigenschaften und Ziele geht, sind HKNs aus Wasserkraftwerken in Skandinavien und der Alpenregion meist die erste Wahl. Neben Wasserkraft gibt es die Grünstromeigenschaft auch aus allen anderen regenerativen Energien wie Windkraft, Biomasse und Photovoltaik. Während Wasserkraftwerke seit über 100 Jahren gebaut werden, hat der Ausbau der Wind- und PV-Kraftwerke in signifikantem Ausmaß in Europa erst in diesem Jahrtausend begonnen. Die anfänglich hohen Kapitalkosten in Kombination mit der fehlenden Planbarkeit der fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie beispielsweise Wind und PV, haben es nötig gemacht, die Wirtschaftlichkeit durch finanzielle Unterstützung und Investitionsanreize politisch durchzusetzen. Mittlerweile ist jedoch die Phase der Förderung zum Zweck der technischen Entwicklung und der Senkung der Gestehungskosten erfolgreich abgeschlossen. Die Kosten der Technologien sind in den vergangenen zehn Jahren z. B. bei Photovoltaik um bis zu 90 % gesunken.

IMPACT ist gefragt

Was vielen jedoch nicht bewusst ist, ist dass nicht jeder Grünstrom gleich den Ausbau von erneuerbaren Energien fördert und zum aktiven Klimaschutz beiträgt. Wer einen echten Beitrag zur Energiewende und zu mehr Klimaschutz leisten will, muss auch auf die Qualität eines HKNs achten.

Während Strom ein äußert homogenes Gut ist, sind GoOs im Gegensatz dazu deutlich differenzierbarer. Ein HKN enthält gleichzeitig eine Vielzahl von Informationen. Erzeugungstechnologie, Anlagenalter, Standort und Zeitpunkt der Einspeisung sind Differenzierungsmerkmale, die sich auf den Preis und IMPACT auswirken können, wobei besonders das Alter der Anlage eine entscheidende Rolle spielt.

Eine alte Wasserkraftanlage beispielsweise leistet keinen zusätzlichen Beitrag zum Ausbau von Erneuerbaren Energien. Sie gehört zum konventionellen Kraftwerksbestand, ist abgeschrieben, abbezahlt und seit Jahrzehnten in Betrieb. Nur durch neue, junge Anlagen kann eine ausreichende Anzahl an sauberer Erzeugung geschaffen werden, um fossil betriebene Kraftwerke aus dem Bestand zu drängen und gleichzeitig Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Inbetriebnahme-Daten der Lieferanlagen und deren Anteile an Entwertungsmengen

Die Auseinandersetzung mit den Differenzierungs- und Qualitätsmerkmalen von Stromprodukten wird in Zukunft unumgänglich sein. Insbesondere Nachhaltigkeitsstrategien müssen angepasst werden, um mögliche Reputationsrisiken in Zukunft zu vermeiden.

Verschiedenste Organisationen, die sich 1,5°C Zielen oder Zero Emissions verschrieben haben, dieses Problematik ebenfalls identifiziert. Ihren Mitgliedern geben sie entsprechend Entscheidungshilfen, vgl. Grafik.

Options to corporate sourcing of renewables

Wir schlagen dazu vor, mehr aus dem Konzept des HKNs/GoOs herauszuholen und nennen es „IMPACT GoO“! IMPACT GoO ist kein schützbarer oder geschützter Begriff. Die IMPACT GoO stellt einen Denk-und Umsetzungsansatz dar, um abweichend von bekannten Ökostrom-Lables eine Sensibilität in der Beschaffung zu entwickeln und sich als Käufer vor zukünftigen Reputationsrisiken zu schützen. So bietet schon heute der Marktplatz DIGITAL renewables (www.digital-renewables.com) GoOs der Qualität IMPACT an. Sie entsprechen nicht nur den Kriterien der gängigen Öko-Label, sondern haben eine garantierte Auswirkung – sie leisten nämlich einen aktiven Beitrag zur Energiewende.

Die IMPACT GoO erleichtert es, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen.                                                                                         Die IMPACT GoO belegen, dass es sich um mehr als einen Grünstromnachweis handelt.                                                    Die IMPACT GoO hat eine AUSWIRKUNG, und zwar eine positive Auswirkung auf den Ausbau erneuerbarer Energien und beschleunigt Klimaschutz.

Dabei schlagen wir für den deutschen Strommarkt vier Ausprägungen vor, in denen eine IMPACT GoO vorliegt:

  1. Pre FID – HKNs/GoOs, die abgeschlossen werden, um die finale Investitionsentscheidung (FID=Final Investment Decision) positiv zu beeinflussen. Der Abschluss kann den Bau der Erzeugungsanlage erst zu ermöglichen. Es handelt sich also um ein Abnahmeversprechen für die Grünstromeigenschaft nach Errichtung der Anlage. Technisch ist es also ein Forward, führt im Ergebnis aber zu besseren Finanzierungsmöglichkeiten und beeinflusst positiv die Entscheidung zum Bau der Anlage. Der frühe Vertragsabschluss darf in der Kommunikation genutzt werden. Die Lieferung der GoOs erfolgt ab Inbetriebnahme der Anlage.
  2. Young GoO – HKNs/GoOs aus Anlagen, die zwischen 0 und 6 Jahren alt sind. Anlagen dieses Alters haben die höchste Finanzierungslast und mit dieser das größte wirtschaftliche Risiko.
  3. GoOs für Anlagen zwischen 7 und 15 Jahren – Finanzierungsrisiken sinken, dafür stehen größere Reparaturen oder Nachoptimierungen an.
  4. Post-EEG – Aus der EEG-Vergütung (bzw. andere europäische Förderregime) fallende Anlagen, die nicht dem neusten Stand der Technik entsprechen. Sie werden nur weiter betrieben, wenn mindestens die Betriebskosten verdient werden. Ist dies nicht der Fall, verschwinden diese Anlagen dauerhaft und werden wieder durch fossile oder nukleare Stromerzeugungstechnologien substituiert. Die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen muss also zusätzlich unterstützt werden.

Die Herkunftsnachweise werden nach Qualitätsmerkmalen, insbesondere dem Anlagenalter, differenziert und es werden ausschließlich GoOs ungeförderter Anlagen bis 20 Jahre sowie HKNs aus Post-EEG-Anlagen gehandelt. So werden einerseits junge, kleine Anlagen mit regionaler Wertschöpfung gefördert, die essentiell sind um thermische Kraftwerke und CO2-belasteten Strom zu verdrängen. Andererseits wird der Weiterbetrieb von Ü-21-Anlagen, die aus der EEG Förderung fallen, unterstützt. Anlagen, die seit mehr als 20 Jahren ohne Einspeisevergütung auskamen, erzeugen hingegen keine zusätzlichen IMPACT GoOs mehr. Sie haben sich am Markt bewährt, leisten ihren Dienst und gehören zum Kraftwerksbestand – beschleunigen aber die Energiewende nicht weiter.

Werden IMPACT GoOs en bloc für mehrere Jahre zugleich kontrahiert, so erleichtert dies die Finanzierung der Anlage. Diese Sicherheit wird mit einem konstanten, also kalkulierbaren Preis für die gesamte Laufzeit erkauft. Das kann ein langfristiger Vertrag mit einem Abnehmer sein oder der Terminhandel mit mehreren Vertragspartnern. Für den Verkäufer bedeutet dies den Verzicht auf die Spekulation steigender GoO-Preise in den Folgejahren. Kompensiert wird der feste auskömmliche Preis jedoch durch positive Investitions- bzw. Finanzierungentscheidungen.

Was kann ich jetzt tun?

Ausgestattet mit diesem Wissen über Ökostrom ist mehr möglich. Da sich nicht jeder seine eigene saugere Stromerzeugung errichten kann, kann ich mit einem bewussteren Einkaufsverhalten von Strom den Markt und damit die Energiewende beeinflussen. Fortschritt entsteht durch Bewusstsein und wissen, nicht durch Weglaufen. Statt den Stromtarif einfach zu wechseln, gibt Deinem Anbieter eine Chance!

Trete in Dialog mit Deinem Versorger und stell ihm Fragen.

Die Fragen mögen gemein klingen, sind aber die Fragen eines aufgeklärten Kunden. Man darf sie seinem Versorger stellen, auch wenn er nicht direkt eine Antwort hat. Er sollte sich aber um Antworten bemühen, nur so kann der Impuls zur Verbesserung gegeben werden. Spätestens bei der nächsten Vertragsverhandlung sollte man die Fragen vorab adressieren.

Gleiches gilt für den Betreiber meiner Cloud oder Server. Traut euch die Qualitäten der „Grünstellung“ zu hinterfragen und tragt somit indirekt zum Ausbau erneuerbarer Energien bei.

Alternativ könnt Ihr auch anbieten, die Grünstromeigenschaft (HKN) selber zu beschaffen und Eurem Versorger zur Entwertung zu übertragen. Hier unterstützen wir Euch gerne! Sprecht uns einfach an.